Die Route

Wir starten am Odeonsplatz.

Dort gibt es eine Menge zu erzählen: Der ziemlich schräge König Ludwig I (allerdings nicht schwul), später Karl-Heinrich Ulrichs, der eine flammende Rede im Odeon gegen den § 175 hielt und irgendwann Thomas Mann, der mit seiner Novelle „gladius dei“ den Ausdruck „München leuchtete“ prägte.

Um die Ecke befindet sich de Drückebergergasse. Sie erinnert das dunkelste Kapitel der Münchner Geschichte – auch für uns Schwule und Lesben.

Durch die Fünf Höhe geht es vorbei an dem Denkmal für Orlando di Lasso, der von den Michael-Jackson-Fans dekoriert wurde.

Es folgt die Oper. Ich habe nie verstanden, warum viele schwule Männer gerne in die Oper gehen? Und: wie sieht es mit dem Schauspiel aus? Gibt es in München Orte, in denen besonders oft Transsexualität, Homosexualität, Geschlechterfragen oder Aids thematisiert werden?

Rathaus München. Die Rosa Liste ist seit 1996 dort vertreten. Während des CSDs öffnet das Rathaus seine Tore für den Rathausclubbing. Hier findet jährlich der Pumps Race statt.

Kennst du die Denkmäler der Stadt, in denen an queere Personen gedacht werden?

Das Sendlinger Tor war schon immer die Grenze zwischen „innen“ und „außen“, was Prostituierte, Henker und Protestanten bestätigen können. Die Aids-Säule muss erklärt werden, die Szenekneipen links und rechts der Müllerstraße eher nicht. Dennoch: einige Anekdoten sind sicherlich interessant.